Stadt Memmingen:Sanierung Bernhard-Strigel-Gymnasium

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Erweiterung und Generalinstandsetzung des Bernhard-Strigel-Gymnasiums

Das Gebäude des Bernhard-Strigel-Gymnasiums wurde von 1966-68 errichtet und erhielt 1999 eine Erweiterung um den Gebäudeteil D. 2005 kam ein Anbau im Innenhof für Bibliothek und Schulcafé dazu. Im Jahr 2010 wurde die Außenfassade energetisch ertüchtigt und erneuert.

Das Schulgrundstück ist nicht erweiterbar, es ist durch Straßen begrenzt und von Wohnbebauung umgeben. Die aktuelle Baumaßnahme begann im August 2017. Das bestehende Gebäude wird im Innenbereich umgebaut und instandgesetzt. Auf Grund von zusätzlichem Raumbedarf wurde ein separater erdgeschossiger Gebäudeteil (Bauteil E) um drei Stockwerke erhöht und ein in einem Innenhof stehender, eingeschossiger Baukörper aus dem Jahr 2005, durch eine zweigeschossige Erweiterung der Pausenhalle ersetzt. Die Schule erhält mit dieser neuen Aula die ihr bisher fehlende Mitte als zentralen Ort. Die vorhandene Pausenfläche sowie die Erweiterungsfläche eines Mehrzweckraums, der neuen Aula, sind zentral beim Eingang angeordnet. Dies ist auch für alle schulischen Veranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit vorteilhaft.

Durch die Erweiterungen und ergänzende Umwidmungen der Nutzung von Räumen und Klassenzimmern können funktional zusammenhängende Flächen für Fachklassen oder Verwaltung zusammengeführt werden.

Die Baumaßnahme findet weitgehend in einer außer Betrieb genommenen Schule statt. Nur ein Gebäudeflügel (Bauteil D, dreigeschossig) wurde räumlich abgetrennt und wird nun als Klassenzimmertrakt für die Jahrgangsstufen fünf und sechs während der Bauphase genutzt. Die Jahrgangsstufen sieben bis zwölf werden vorrangig im ehemaligen Realschulgebäude an der Buxacher Straße unterrichtet.

Januar 2019: Baustellenrundgang mit Oberbürgermeister Manfred Schilder

Bei einem Rundgang durch die Baustelle des Bernhard-Strigel-Gymnasiums machte sich Oberbürgermeister Manfred Schilder ein Bild von der laufenden Sanierung. „Die Arbeiten sind sehr aufwändig, aber es geht in die richtige Richtung. Das Gebäude wirkt sehr hell und freundlich, und man hat den Eindruck eines großzügigen Platzangebots“, resümierte Schilder. Bis März 2020 sollen die Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude abgeschlossen sein, informierte Mathias Berg vom städtischen Hochbauamt. 19,1 Millionen Euro seien veranschlagt für die Sanierung des Gebäudes, das von 1966-68 gebaut worden ist.

Besonderes Schmuckstück des Planungskonzepts ist die neue zweigeschossige Aula mit großer Bühne und Platz im Zuschauerraum für rund 460 Stühle. Die Aula ist anstelle der früheren Bibliothek und des Schülercafés „Fishtank“ direkt neben dem Haupteingang entstanden. Für Schulleiter Dr. Thomas Wolf zählt sie zu den wichtigsten Verbesserungen der Sanierung. „Wir freuen uns natürlich sehr über die Aula, die für unsere Veranstaltungen große Vorteile bringt. Bisher mussten wir immer auf andere Veranstaltungsräume in der Stadt ausweichen“, erläuterte der Schulleiter beim Rundgang. Zukünftig werden im neuen Raumkonzept die Fachbereiche in den einzelnen Gebäudeteilen oder Stockwerken gebündelt – für den Schulleiter ein weiterer großer Vorteil der neuen Planung.  Die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik seien beispielsweise gemeinsam im 2. Stock angesiedelt.

Um rund 400 Quadratmeter Platz zu gewinnen, wurde der bisher ebenerdige Verbindungsgang zu den Musiksälen um drei Etagen aufgestockt. „Der Fachbereich Musik ist dadurch deutlich besser an das Haupthaus angebunden. Das ist wichtig für uns als musisches Gymnasium“, erklärte Dr. Wolf. Jedes Klassenzimmer wird zudem eine moderne digitale Ausstattung erhalten. 

Architektin Zita Frey (Obel Architekten Donauwörth) und Bauleiter Peter Ungethüm (Altusried) machten auf einige Überraschungen während der Bauarbeiten aufmerksam, unterschiedliche Estrichhöhen etwa oder zum Teil Rippendecken, die keine großen Lastreserven besitzen.

Seit Sommer 2017 wird das Bernhard-Strigel-Gymnasium erweitert und im Innenbereich umfassend saniert. Die Jahrgangsstufen sieben bis zwölf werden im ehemaligen Realschulgebäude an der Buxacher Straße unterrichtet. Der Schulbetrieb für die 5. und 6. Jahrgangsstufe findet in einem von der Baustelle getrennten Gebäudeteil statt, der 1999 angebaut worden ist.