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Sehr gute Sicherheitslage in Memmingen

Erstellt von Pressestelle |

Sicherheitsgespräch zwischen Polizei und Stadtverwaltung: Zahl der Straftaten rückläufig - sehr hohe Aufklärungsquote

Zum Sicherheitsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und der Stadtverwaltung hieß Oberbürgermeister Manfred Schilder erstmals Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner im Memminger Rathaus herzlich willkommen. „Ich danke Ihnen für die hervorragend gute Zusammenarbeit“, betonte der Oberbürgermeister. Gerade in den Herausforderungen der Corona-Pandemie habe sich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit bewährt. Die Polizei sei beispielweise bei den aktuell zahlreichen Demonstrationen konsequent und mit großer Umsicht präsent, bekräftigte OB Schilder. 

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West ist für rund eine Million Menschen zuständig, in einem rund 6.000 km² großen Gebiet, zu dem sechs Landkreise und drei kreisfreie Städte zählen. Alle fünf Minuten seien im Jahr 2020 Notrufe eingegangen, ca. 120.000 Einsätze wurden im Bereich des Präsidiums abgearbeitet, informierte Polizeipräsidentin Dr. Strößner. Die Aufklärungsquote lag bei einem Spitzenwert von 74 Prozent. 

In der Stadt Memmingen lag die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr sogar bei 74,9 Prozent. Die Zahl der Straftaten ist um 4,3 Prozent zurückgegangen. Zwei Einbruchsserien im Stadtgebiet konnten durch die polizeiliche Ermittlungsarbeit aufgeklärt werden. Gewaltdelikte, so die Information der Polizei, haben sich vorwiegend im Familien- und Bekanntenkreis ereignet. Ein Zuwachs an Fällen sei vor allem in der Obdachlosenunterkunft im Erlenweg zu verzeichnen gewesen. Die Vertreter von Stadt und Polizei vereinbarten einen engen Schulterschluss, um durch verschiedene Ansätze  die Sicherheitslage dort zu verbessern. Auch die kriminalpolizeiliche Prävention soll miteinbezogen werden. 

Eigentumsdelikte gingen um 25 Prozent zurück, der Anteil dieses Bereichs an der Gesamtkriminalität ist jedoch mit fast einem Viertel (23,4 %) weiterhin hoch. Fahrraddiebstähle sind um 40 Prozent zurückgegangen, Ladendiebstähle sogar um 50 Prozent. Auch die Straßenkriminalität, wie Sachbeschädigung auf Straßen oder Straßendiebstahl, ging um 27,4 Prozent deutlich zurück im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund für die Rückgänge liegt in diesen Bereichen sicherlich auch in pandemiebedingten Beschränkungen. 

Erfreulich hat sich die Geisterradler-Aktion ausgewirkt, bei der Radfahrerinnen und Radfahrer sensibilisiert wurden für Gefahren durch das Befahren von Radwegen in falscher Richtung. Während 2019 noch jeder 5. Fahrradunfall durch einen Geisterradler verursacht worden ist oder ein Geisterradler beteiligt war, galt dies im Jahr 2020 nur noch für jeden 8. Fahrradunfall.  

Im Gewerbegebiet Nord entwickelte sich 2020 ein Treffpunkt der PKW-Tuningszene. In der Spitze trafen sich dort bis zu 150 Fahrzeuge aus einem überregionalen Einzugsbereich. Die Polizei hatte bei Kontrollen und vier Großeinsätzen eine Vielzahl an Beanstandungen bis hin zum Sicherstellen von Fahrzeugen, deren Betriebserlaubnis erloschen war. In drei Fällen wurden illegale Rennen im Stadtgebiet zur Anzeige gebracht, an denen sich zum Teil hochmotorisierte Fahrzeuge aus der Tuningszene beteiligt hatten.  Diese Szene behält die Polizei weiter im Blick. 

Die Polizei warnt weiterhin vor Callcenter-Betrug, der auch in Memmingen bereits wiederholt vorgekommen ist. Dabei geben Anrufer unter anderem bei einer Masche vor, Familienangehörige des Angerufenen seien in einer Notlage und bräuchten dringend Geld, das bar übergeben werden müsse. 

Zum Sicherheitsgespräch in Memmingen (v.l.): Oberbürgermeister Manfred Schilder, Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, Martin Mittenhuber, Leiter des Rechtsamts, Birgit Haldenmayr, Leiterin des Straßenverkehrsamts; (2. Reihe v.l.) Joachim Huber, Leiter der Polizeiinspektion Memmingen, Thorsten Ritter, Leiter der Kriminalinspektion Memmingen, Markus Asbach, Leiter des Präsidialbüros des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Manfred Traut, Leiter des Liegenschaftsamts; (3. Reihe v.l.) Bürgermeisterin Margareta Böckh, Andreas Land, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, Josef Gast, Leiter der Autobahnpolizei Memmingen, Michael Foit, Leiter des Ordnungsamts. (Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen)