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Memmingen und das Allgäu werden Wasserstoffregion

Erstellt von Pressestelle |

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vergibt Förderung von 400.000 Euro

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat nun die Gewinner des Wasserstoffwettbewerbs HyLand II bekanntgegeben. Das Allgäu wurde mit einem Antrag als eine von 15 Regionen ausgewählt und erhält nun eine Förderung von 400.000 Euro, um künftige Anwendungsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff im Allgäu und am Bodensee zu untersuchen. Mitbeteiligt an dem Projekt sind die vier Allgäuer Landkreise, die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen, die Stadt Lindau sowie die Gemeinde Fuchstal. Die Führung hatte der Landkreis Lindau übernommen. „Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft. Es freut mich daher ungemein, dass wir durch die Förderzusage in der Lage sind, diese Technologie in unserer Region weiter voranzutreiben“, äußerte sich Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder.  

Insgesamt 51 Bewerber hatte es deutschlandweit für die Kategorie der „HyExperts“ gegeben, in der das Allgäu nun den Zuschlag erhalten hat. In dieser Wettbewerbsklasse geht es darum, erste bestehende Ansätze in einem umsetzungsorientierten Gesamtkonzept zusammenzuführen und damit die Ausgangslage für eine regionale Wasserstoffwirtschaft zu schaffen. Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer, der die Gewinnerregionen verkündete, geht es nun darum, die Technologie raus aus dem Labor und hin zu den Menschen im Land zu bringen. Im Gewinnerprojekt „HyAllgäu*-Bodensee“ liegt der Fokus darauf, einen diversifizierten Absatzmarkt für grünen Wasserstoff im ländlichen Raum zu etablieren. Für diese Gebietskulisse bietet sich die Möglichkeit, von der BioEnergie Allgäu GmbH & Co. KG zeitnah mit grünem Wasserstoff beliefert zu werden, der mittels eines Elektrolyseurs in Kempten emissionsfrei hergestellt wird. Dem Konzept nach soll der grüne Wasserstoff schwerpunktmäßig im Mobilitätssektor zum Einsatz kommen. Dazu gehören regionale ÖPNV-Busse, Abfallentsorgungsfahrzeuge sowie lokale Speditions- und Logistikunternehmen. Auch soll die Umrüstung eines Schiffs auf dem Bodensee vorbereitet werden.

Zur Entscheidung des BMVI dürfte auch beigetragen haben, dass das Allgäu mit seiner anspruchsvollen Topographie und den harten Wintern für den Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen prädestiniert ist. Die Akkus rein batterieelektrisch betriebener Nutzfahrzeuge kämen unter solchen Bedingungen schnell an ihre Grenzen – im ländlichen Raum spielt der Wasserstoff daher seine größten Vorteile aus. Hinzu kommen innovative, regionale Unternehmen, die großes Potenzial in der Nutzung von grünem Wasserstoff sehen und damit neue Anwendungsfelder erschließen wollen.