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Kinderparlament tagt in der Stadthalle

Erstellt von Pressestelle |

Viele Ideen für Schule und Freizeit – Umweltschutz, Müll und Verkehr ist immer wieder Thema

Das Kinderparlament hat sich für die erste Sitzung im neuen Schuljahr zusammengefunden. Die Buben und Mädchen hatten wieder einige Verbesserungsvorschläge für ihre Themen mitgebracht und sich gut auf die Sitzung vorbereitet. Oberbürgermeister Manfred Schilder freute sich, dass das Gremium wieder zusammenkommen konnte: „Wir sitzen hier mit großen Ohren und offenen Augen, um zu hören und zu sehen, was euch wichtig ist. Die Sicht der Schülerinnen und Schüler zu kennen, ist uns Verantwortlichen in der Stadt wichtig.“ Moderator Gunther Kotschmar vom Stadtjugendamt führte durch die anschließende Vorstellungsrunde und ließ danach die Schülervertreter der Memminger Schulen ihre Anliegen vortragen.

Im Bereich „Kinder und Freizeit“ sprachen sich die Kinder der Lindenschule für einen „Boys-Room“ in der Nähe des Stadtteilbüros im Memminger Osten aus. Jörg Haldenmayr, Leiter des Referats für Jugend und Soziales, versprach das Anliegen an das Quartiersmanagement der „Sozialen Stadt Ost“ weiterzuleiten, damit es nicht nur den dort bewährten „Girls-Room“ beim Stadteilbüro gibt, sondern ein ähnliches Angebot für Jungen. 

Die Reichshainschule regte einen Wasserspielplatz in der Innenstadt an. Sie hatten sogar schon eine sehr konkrete Vorstellung für einen Brunnen samt Wasserlandschaft: Aus dem Mund des Memminger Mau sollte das Wasser weiter durch eine Forelle und dann durch einen Bären – den traditionellen Kescher – fließen und dann weiter zu zwei Figuren: einem Fischerkönig und einer Fischerkönigin. 

Die Schülerinnen und Schüler der Elsbethenschule regten an, dass bei ihnen ein Trinkwasserspender installiert werden solle, damit alle sich gesundes Wasser dort abfüllen könnten. Fabian Damm, Leiter des Baureferats, konnte berichten, dass er bereits mit dem Verantwortlichen der Memminger Stadtwerke gesprochen habe. Die Stadtwerke finanzieren zwei Trinkwasserspender pro Jahr und haben für das nächste Jahr erst eine Anfrage, somit könne dieser Wunsch voraussichtlich schon im kommenden Jahr erfüllt werden.

Von den Vertreterinnen und Vertretern des Bernhard-Strigel-Gymnasiums wurde eine weitere Fahrradstraße im Bereich der Eduard-Flach-Straße gewünscht, da diese Straße von vielen Schülern des eigenen und auch der Theodor-Heuß-Schule als Schulweg genutzt würde. Von den Schülern der Amendinger Volksschule wurde ebenfalls gebeten, das Augenmerk auf die Verkehrssicherheit rund um die Schule zu legen. Der Referatsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung Thomas Schuhmaier erörterte daraufhin die rechtlichen Rahmenbedingungen und versprach, ebenso wie Bürgermeisterin Margareta Böckh, sich dem Verkehrsthema um die Schulen prüfend anzunehmen.

Neben einem einheitlichen und besseren Mülltrennungssystem, welches die Theodor-Heuss-Schule bei sich umsetzen möchte, war auch die Vermüllung diverser Spielplätze immer wieder ein Thema beim Kinderparlament. Auch diese Ideen zur Umgestaltung und Verbesserungen bestehender Spielplätze wurden von den zuständigen Referatsleitern notiert und um sie weiter zu verfolgen.

Außerdem fand die Idee der beiden Vertreterinnen der Staatlichen Realschule viel Anklang, eine städtische Klimawoche durchzuführen. In dieser Woche solle vor allem auf Fahrten mit dem Auto verzichtet werden. Vielleicht könne dies schulübergreifend in der gesamten Stadt als Wettbewerb durchgeführt werden. Wie dies umgesetzt werden könne, müsse jedoch noch weiter besprochen werden.

Beim Kinderparlament sind in der Regel die Vertreterinnen und Vertreter aller 14 Memminger Schulen anwesend. Bei der vergangenen Veranstaltung waren Schülerinnen und Schüler der Bismarckschule, der Sebastian-Lotzer-Realschule und des Vöhlin-Gymnasiums entschuldigt. Ihre Ideen wurden jedoch an das Jugendamt weitergegeben.

Moderator Gunther Kotschmar, Oberbürgermeister Manfred Schilder und Bürgermeisterin Margareta Böckh mit einigen Kindern in der Stadthalle. (Bild: Manuela Frieß – Pressestelle der Stadt Memmingen)