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Jeder soll sich wohlfühlen können

Erstellt von Pressestelle |

Ausländerbeirat zu Gast bei der Sozialen Stadt

Mit einer Sitzung des Ausländerbeirates wurde der Veranstaltungsraum des Projektbüros „Soziale Stadt“ im Memminger Westen eröffnet. Den beiden Projektmanagern Claudia Macha und Hendrik Rohde ist aufgrund der Bevölkerungsstruktur in diesem Quartier eine enge Verknüpfung mit dem Beirat wichtig.

„Der Kontakt zum Ausländerbeirat der Stadt Memmingen ist uns sehr wichtig“, so Macha bei der Begrüßung der Mitglieder des Beirats. „Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in dem Quartier beträgt 22,2 Prozent, bei Kindern und Jugendlichen sogar bis zu 40 Prozent“, erläuterte die Projektmanagerin. In der Gesamtstadt läge der Anteil ausländischer Bürgerinnen und Bürger bei 12,5 Prozent. Nur jedes vierte Kind habe hier im Memminger Westen deutsch als Muttersprache. Ansonsten sei die Zusammensetzung der Bevölkerung mit einem sehr hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen „interessant“ und spiegelt eine Entwicklung entgegen dem demografischen Trend im Bundesgebiet.

Im Rahmen einer Studie wurde das Gebiet zwischen Buxheimer Straße, Eduard-Flach-Straße, Naumburger Straße, Ebertring und Teile des Untereschs nach städtebaulichen und sozialplanerischen Aspekten untersucht und soll jetzt in einem auf mehrere Jahre angelegten Prozess zusammen mit den Bewohnern und Einrichtungen wie Schule, Kirche, Kindergarten und Jugendhort vor Ort umgesetzt werden.

„Es soll für jeden im Viertel etwas geschaffen werden. Jeder soll sich hier wohlfühlen können“, brachte es Rohde auf den Punkt. „Konkret werden jetzt Spielplätze verschönert, der offene Jugendhort in einen Jugendtreff umgewandelt und ein Stadtteilfest könnte das Ziel des bereits auf den Weg gebrachten Dialogs sein“, zeigte Rohde bereits geplante Projekt auf. Durch die vielen vertretenen Nationen prallen die unterschiedlichsten Interessen aufeinander. Ein weiteres Ziel könne die Akzeptanz und ein gegenseitiges Verständnis für die vielfältigen Lebensgewohnheiten der einzelnen Kulturen sein. Doch hier wäre noch viel „Arbeit“ notwendig.

Die beiden Projektmanager fungieren auch als Bindeglied zwischen den Bewohnern, der Stadt und den Wohnungsbaugesellschaften und können so vor Ort feststellen, „wo der Schuh drückt“.

Nach der Vorstellung der Maßnahme durch Macha und Rohde nutzen die Mitglieder des Ausländerbeirates gleich die Möglichkeit, einige dringende Aspekte anzusprechen. So müsse gerade für Jugendliche, insbesondere ausländische Mädchen, etwas angeboten werden. Weiterhin sollten bauliche Maßnahmen auch in den Gebäuden beispielsweise in der Verbesserung der Bausubstanz beim Lärmschutz der Wohnungen stattfinden.

Am Schluss der Sitzung war sich der Ausländerbeirat einig, die beiden Projektmanager künftig zu allen Sitzungen einzuladen, damit auch weiterhin ein enger Kontakt zwischen dem Gremium und der Sozialen Stadt besteht.

Die beiden Projektmanager mit Tortorici in dem neuen Veranstaltungsraum der Sozialen Stadt.
Der Vorsitzende des Ausländerbeirates und Ausländerbeauftragter der Stadt, Cav. Antonino Tortorici (rechts) war gerne der Einladung der beiden Projektmanager Claudia Macha (links) und Hendrik Rohde gefolgt. Mit einem blühenden Blumenstock ergänzte Tortorici die Ausstattung des neuen Projektbüros „Soziale Stadt“. Foto: Pressestelle Stadt Memmingen