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Schmuckstück im Memminger Osten wird erhalten

Erstellt von Pressestelle |

Sanierung und Umbau der Alten Leichenhalle: Baustellenrundgang mit Oberbürgermeister Manfred Schilder

Seit Mai 2022 wird die ehemalige Leichenhalle am Alten Friedhof saniert. „Es bestand dringender Handlungsbedarf. Das ehrwürdige historische Gebäude war in keinem guten Zustand mehr, und ich freue mich sehr, dass wir hier ein besonderes Schmuckstück erhalten können“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei einem Baustellenrundgang mit dem Architekturbüro Kern (Mindelheim), dem städtischen Baureferat sowie Vertretern der Stadtkapelle Memmingen, die die Alte Leichenhalle bereits seit Mitte der 1970er Jahren als Probenlokal nutzt. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich nach aktueller Kalkulation auf rund 2,37 Mio. Euro. Oberbürgermeister Schilder sprach der Regierung von Schwaben seinen Dank aus, die die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes mit 1,8 Mio. € fördert.

„Bei der Umgestaltung zum Probenraum in den 1970er Jahren wurde eine Akustikdecke eingebaut und dabei nahm die kassettierte Stuckdecke leider erheblichen Schaden“, erläuterte der mit Sanierung und Umbau beauftragte Architekt Peter Kern. Die historische Substanz soll bei der Sanierung so weit wie möglich erhalten und beispielsweise abgebrochene Stuckbögen auch wiederhergestellt werden. Beim laufenden Umbau zählen die Restaurierung der Stuckdecke und die Vergrößerung des Probenraums zu den zentralen Aufgaben. 

Um mehr Platz für die rund 70 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle zu gewinnen, wurde der Probensaal durch Mauerdurchbrüche zu angrenzenden kleineren Räumlichkeiten erweitert. „Gemeinsam mit Akustikplanern haben wir für die zukünftige Raumakustik ein sehr gutes Konzept entwickelt“, betonte Architekt Kern. Eine Fußbodenheizung wird für eine gleichbleibende Temperierung sorgen. Auch auf eine effektive Lüftungstechnik wird viel Wert gelegt, denn der Probenbetrieb soll wegen nahe wohnender Nachbarn bei geschlossenen Fenstern laufen. Neben dem Probenraum sind ein Aufenthaltsraum, ein kleines Büro und unter dem Dach ein geräumiger Lagerraum vorgesehen. Bei allen Planungen ist die Denkmalpflege mit eingebunden. Harald Betzler, Vorstand der Stadtkapelle, und Stadtkapellmeister Markus Peter zeigten sich sehr zufrieden mit den Planungen und freuen sich auf den Einzug in einem Jahr. Nach aktueller Planung soll die Sanierung im Sommer 2023 abgeschlossen sein. 

Das Probenlokal wird zukünftig über eine Rampe an der Westfassade barrierefrei zugänglich sein, erläuterte Hochbauamtsleiterin Karin Kinzer. Zudem entsteht ein barrierefreies WC. An der Außenfassade werden Kunststeinoberflächen und Dachziegel gereinigt. Auch der Hof zum Alten Friedhof soll zukünftig genutzt werden. Die verbindende Treppe vom Probenraum zum Hof wird auf der gesamten Fassadenbreite wiederhergestellt. 

Fassadensteine und Ziegel der Alten Leichenhalle werden im Zuge der Sanierung gereinigt. (Foto: A. Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen)
Mauerdurchbrüche sind bereits erfolgt und die zukünftige Größe des Probenraums lässt sich schon gut sehen.
Rundbögen der Stuckdecke wurden beim Einbau einer Akustikdecke vor Jahrzehnten zerstört.
Architekt Peter Kern (2.v.l.) erläutert die Planungen beim Baustellenrundgang (v.l.): Architektin Clarissa Hörmann, Peter Kern (beide Kern Architekten Mindelheim), Projektleiterin im Hochbauamt Asuman Bilici, Hochbauamtsleiterin Karin Kinzer, Harald Betzler vom Vorstand der Stadtkapelle, Leitender Baudirektor Fabian Damm, Uwe Weißfloch, Leiter des Stadtplanungsamts/ Untere Denkmalbehörde, Oberbürgermeister Manfred Schilder, (verdeckt) Stadtkapellmeister Markus Peter und Stadtratsreferent für Stadtkapellen Christoph Baur.