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Bilder aus der Partnerstadt

Erstellt von Pressestelle |

Eine Fotoausstellung zum Krieg in der Ukraine auf großformatigen Werbeflächen in sieben deutschen Städten vom 22. November bis 1. Dezember

Die OSTKREUZ-Fotograf*innen Mila Teshaieva, Johanna Maria Fritz, Emile Ducke und Sebastian Wells haben sich seit Beginn des Krieges regelmäßig in die Ukraine begeben. Sie dokumentieren das Kriegsgeschehen an verschiedenen Orten und halten es als Zeug*innen mit ihren Kameras in eindringlichen Bildern fest. Seit Ende Februar 2022 waren sie u.a. in Kyjiw, Charkiw, Tschernihiw und auch in den Vororten von Kyjiw wie Irpin und Butscha.
Das Projekt „Bilder aus der Partnerstadt“ der Agentur OSTKREUZ bringt ihre Bilder in sieben deutsche Partnerstädte der ukrainischen Orte, an denen sie entstanden sind. So sind München und Leipzig die Partnerstädte von Kyjiw, Nürnberg ist die Partnerstadt von Charkiw, Freiburg i. Breisgau die Partnerstadt von Lwiw, Memmingen die Partnerstadt von Tschernihiw, Borna (Sachsen) die Partnerstadt von Irpin und Bergisch Gladbach die Partnerstadt von Butscha.
Die Fotografien aus der Ukraine werden an prägnanten, öffentlich sichtbaren Orten im jeweiligen Stadtgebiet auf insgesamt über 600 großformatigen Werbeflächen präsentiert, wobei insgesamt 40 verschiedene Motive in den sieben Städten zu sehen sein werden. Die Präsentation der Fotografien wird in ihrer Form als eine Fotoausstellung im öffentlichen Raum und weniger als eine (Werbe-) Kampagne anmuten. Es werden keine verstörenden, von Grausamkeiten zeugende Bilder gezeigt, um die Betrachter*innen nicht zu schockieren. Es werden jedoch Bilder gezeigt, mit denen den Stadtbewohner*innen das aktuelle Geschehen in ihren jeweiligen Partnerstädten vermittelt wird und sie auf die anhaltende Notlage der ukrainischen Bevölkerung aufmerksam gemacht werden.
„Bilder aus der Partnerstadt“ rückt den Krieg in der Ukraine durch die Präsentation im öffentlichen Raum bundesweit und unmittelbar in die alltägliche Wahrnehmung der Partnerstädte nach Deutschland.
Der Sinn und Zweck von Städte- und Gemeindepartnerschaften ist das freiwillige Zusammenfinden von Menschen über Grenzen hinweg. „Wir schließen uns mit unserer Open-Air-Ausstellung hier an und appellieren an die Solidarität der Bewohner*innen, sich in der Hilfe und der Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine aktiv zu engagieren“, so Christian Pankratz von der Agentur OSTKREUZ.
„Die Stadt Memmingen hat der Angriff der russischen Truppen auf die Ukraine besonders mitgenommen, da unsere langjährige Partnerstadt Tschernihiw viele Wochen direktes Kriegsgebiet war. Viele Menschen haben ihr Leben verloren, Infrastruktur und Häuser sind zerstört. Ich begrüße die Plakatausstellung mit Bildern aus Tschernihiw sehr, rückt sie doch unsere Partnerstadt auch für diejenigen in den Fokus, die sich noch nicht damit beschäftigt haben“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Die Ausstellung ist mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) realisiert worden.

Die Fotograf*innen
Emile Ducke
Emile Ducke lebt und arbeitet im Osten Europas und ist seit Mai 2022 Mitglied der Agentur Ostkreuz. Vor allem für die New York Times dokumentiert er die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine.
Johanna Maria Fritz
Johanna Maria Fritz wohnt offiziell in Berlin - in Wirklichkeit aber ist sie das ganze Jahr über als Fotografin unterwegs. Sie fotografiert u.a. für den Spiegel und für Esquire seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Eine Auswahl dieser Bilder zeigte das Willy-Brandt-Haus im Juni 2022 in der Ausstellung „Fragmente des Krieges“.
Mila Teshaieva
Die gebürtige Kyjiwerin fotografiert und filmt im Auftrag von nationalen und internationalen Medien seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Ihr erster Dokumentarfilm "When Spring came to Bucha“, den sie zusammen mit Marcus Lenz dieses Jahr in der Ukraine erstellt hat, wird auf dem International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) uraufgeführt. Von Anfang März bis Ende April 2022 erzählte Mila Teshaieva mit einem Fototagebuch auf der Website von dekoder aus ihrer Heimatstadt im Krieg. Ab dem 24. Juni 2022 war dieses Fototagebuch in einer Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen, Berlin, zu sehen.
Sebastian Wells
Als Reaktion auf den russischen Krieg gegen die Ukraine gründete Sebastian Wells zusammen mit dem in Kiew lebenden Fotografen Vsevolod Kazarin im April 2022 das unabhängige Magazin soлomiya. Ziel des Magazins ist es, die junge Kultur- und Kunstszene in der Ukraine zu erforschen und zu präsentieren und sie sowohl in ukrainischen als auch in europäischen Städten zu fördern. Vor allem für dieses Magazin fotografiert Sebastian Wells dieses Jahr in der Ukraine.

Eine mit Sandsäcken geschützte Statue in Kiew.
Die Folgen der russischen Invasion sind im April 2022 in der Region Kiew zu sehen. (credit: Mila Teshaieva/OSTKREUZ)