Stadt Memmingen
Pressestelle
Marktplatz 1
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850-101
Fax: 08331/5433

pressestelle(at)memmingen.de

Seiteninhalt:

Rathausinformation (Archiv)

Dienstag 06. Juli 2010

„Starke Zeichen und magische Masken“

Kategorie: Rathausinformationen

Von: Pressestelle

Eröffnung der Meile-Ausstellung „Das stille Spiel der Schatten“ von Wilhelm Holderied im Kreuzherrnsaal

Ausstellungseröffnung Wilhelm Holderied

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger eröffnet die Meile-Ausstellung "Das stille Spiel der Schatten" von Wilhelm Holderied im Kreuzherrnsaal. Im Hintergrund ist Holderieds Werk "Der Schatten ist der Magnet der Wurzeln" zu sehen. (Fotos: Pressestelle der Stadt Memmingen)

Szenische Aktion

Mit Maske und Flöte überrascht Wilhelm Holderied die Besucher der Ausstellungseröffnung. Der szenischen Aktion gibt er den Titel „Die Wurzeln des Spiels und der Sehnsucht“.

Werkeinführung

Wolfgang Schneider (li.), Redakteur des Bayerischen Rundfunks, führt in das Werk Holderieds (2.v.re.) ein.

„Wir freuen uns, dass Wilhelm Holderied in seinem Jubiläumsjahr die Stadt Memmingen zum Ausstellungsort erkoren hat“, sagte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger bei der Vernissage im Kreuzherrnsaal. Im Rahmen des Kulturfestivals "Memminger Meile" zeigt der 70-Jährige dort unter dem Titel "Das stille Spiel der Schatten" Werkbilder, die in den letzten drei Jahren entstanden sind. Zur Ausstellungseröffnung überraschte der Künstler die Besucher mit einem Auftritt als flötender Maskenträger.

"Wilhelm Holderied ist in Memmingen ja kein Unbekannter", betont Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Der in Kaufbeuren geborene Allgäuer sei durch den Memminger Galeristen Helmut Neuendorf seit Jahren immer wieder mit Ausstellungen in der Stadt präsent. Seit der Landesgartenschau gebe es auch eine wunderbare Skulptur des Künstlers im Stadtpark Neue Welt. "Und von dem Erdzeichen am Münchner Flughafen hat die Stadt Memmingen zur Förderung des Projekts auch einen Teil gekauft", erinnert Holzinger.

Die große Erdskulptur "Eine Insel für die Zeit", 1995 am Flughafen in München eingeweiht, ist auch Thema in Wolfgang Schneiders Werkeinführung. Der Redakteur des Bayerischen Rundfunks stellt fest: „Zu fliegen ist die vermutlich älteste Sehnsucht der Menschheit und auch von Willi Holderied.“ Nicht zufällig sei das Erdzeichen in seiner vollen Dimension besonders gut aus der Luft zu sehen. Eine große und eine kleine Spirale bilden eine liegende Acht, das Zeichen für Unendlichkeit. Die Skulptur habe mehr als drei Meter hohe Wälle aus Kies und Sand auf einer Fläche von 270 mal 170 Metern. „Starke Zeichen und magische Masken, Furchen und Symbole voller Mystik sind es, die Willi Holderied faszinieren“, sagt Schneider.

Auch die Ausstellung im Kreuzherrnsaal mit Werkbildern aus den Jahren 2007 bis 2010 zeige die Spurensuche Holderieds im stillen Spiel der Schatten. Den Künstler, der in München und Geretsried lebt und arbeitet, beschreibt Schneider als „Kraftbolzen mit ruhigem, tiefen und jetzt, im besten Alter, auch geduldigerem Atem“. Im Laufe von Holderieds Künstlerleben seien die Zeichen immer klarer, die Linien einfacher geworden. Ein langer Weg mit vielen Weggabelungen und Kreuzungen liege hinter ihm. „Die astronomische Sehnsucht ist immer noch da“, weiß Schneider. „Vielleicht können wir Menschen ja eines Tages wirklich fliegen. Es gibt nicht viele, die es so oft versucht haben wie Wilhelm Holderied.“

Info: Die Ausstellung ist noch bis 1. August 2010 im Kreuzherrnsaal, Hallhof 5, in Memmingen zu sehen. Öffnungszeiten: 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Der Eintritt ist frei.