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Information aus dem Rathaus

Freitag 10. November 2017

„Wie wirkt sich die EU auf ihr Unternehmen aus?“

Kategorie: Rathausinformationen

Von: Pressestelle

Führungskräfte aus der Wirtschaft berichten ca. 350 Jugendlichen

Zahlreiche Jugendliche besuchten die Vorträge in der FOS/BOS zum Thema „Auswirkungen der EU auf die Unternehmen“ des Vorstandsmitglieds der Sparkasse MM-LI-MN, Harald Post und des Vorstandsmitglieds der Goldhofer AG, Hubert Schaller. Über die gelungene Veranstaltung freuen sich die Leiterin des Europabüros und Organisatorin Alexandra Störl, der Schulleiter der FOS/BOS Edwin Kunz und Bürgermeisterin Margareta Böckh (1. Reihe v. links). Foto: Madlener/Stadt Memmingen

Harald Post, Vorstandsmitglied der Sparkasse MM-LI-MN und Hubert Schaller, Vorstandsmitglied der Goldhofer AG Memmingen begrüßte jetzt die Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh in der gut gefüllten Aula der FOS/BOS. Beide Referenten berichteten auf Initiative des städtischen Europabüros über das Thema: „Wie wirkt sich die EU auf ihr Unternehmen aus?“.

Schülerinnen und Schüler  des Vöhlin-Gymnasiums, des Bernhard Strigel Gymnasiums, der FOS/BOS, der Johann Bierwirth Schule, Auszubildende von Magnet-Schultz, Goldhofer sowie der Stadtverwaltung waren der Einladung des Europabüros gefolgt. Die Bürgermeisterin dankte den beiden Referenten für ihre Bereitschaft über die Auswirkungen der EU auf Unternehmen und ihre damit verbundenen Erfahrungen zu berichten.

Auf sehr anschauliche und informative Art und Weise erzählten Post und Schaller den 350 interessierten Jugendlichen über die Auswirkungen der EU auf das jeweilige Unternehmen. Die beiden zeigten den jungen Leuten anhand konkreter Praxisbeispiele aus ihrer Firmenperspektive die Vorteile, aber auch Probleme eines gemeinsamen europäischen Marktes auf. Beide Referenten waren sich einig, dass die EU für den wirtschaftlichen Erfolg der produzierenden Unternehmen von entscheidender Bedeutung sei.

Harald Post informierte über EU-Regulierungen, EU-Verordnungen  und die Politik der Europäischen Zentralbank . Er erläuterte, daß er zwar für die Sparkasse spreche, seine Aussagen aber auch  für andere regionale Kreditinstitute wie Genossenschaftsbanken oder mittelständische Privatbanken gelten. Post beklagte besonders, dass die Regulierungen seitens der EU die regional tätigen Institute ebenso tangieren wie die „globalen Player“ im Bankensektor und wies auf die hohe Bindung an internen Ressourcen hierfür hin. „Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben die Einlagen ihrer Sparer bereits über die Institutssicherung zu 100 Prozent abgesichert, nun aber plant die EU-Kommission die Vergemeinschaftung der jeweiligen nationalen Sicherungssysteme“, monierte das Vorstandsmitglied der Sparkasse. Wenngleich die Regulierungen der EU für den Bankensektor manche Schwierigkeiten mit sich bringen, so ist Post dennoch ausdrücklich „ein großer Freund der Europäischen Idee“.

Hubert Schaller zieht für das produzierende Gewerbe eine durchweg positive Bilanz: „Die EU bietet uns zahlreiche Vorteile“. Als Beispiele nennt er, die einheitliche Währung, den Euro, der weniger Währungsrisiken mit sich bringt, kaum Wettbewerbsnachteile und eine größere Planungssicherheit. „Zudem ersparen wir uns durch die EU einen immensen bürokratischen Aufwand , da z. B. Zollformalitäten und –gebühren in der EU kein Thema mehr sind“, so das Vorstandsmitglied. Von weltweit 200 Millionen Umsatz macht die Goldhofer AG ca. die Hälfte des Umsatzes in der EU. 

Alexandra Störl, die Leiterin des Europa-Büros der Stadt Memmingen und Organisatorin der Veranstaltung, dankte allen Beteiligten nachdem  den Jugendlichen noch die Möglichkeit geboten wurde, sich mit Fragen an die Referenten zu wenden. Sie freute sich über die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse der Schülerinnen und Schüler.