MEWO Kunsthalle

Bahnhofstraße 1
87700 Memmingen

www.mewo-kunsthalle.de

Tel. 08331/850-771
Fax. 08331/850-772
mewo.kunsthalle@
memmingen.de

Öffnungszeiten

Montag (außer Feiertage): geschlossen
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr
Donnerstag: 13-19 Uhr

Eintrittspreise:

  • 3,00 Euro
    (ermäßigt 2,00 Euro)

Seiteninhalt:

KINO und der kinematografische Blick

Ming Wong, Me as Ali und Me as Emmi, 2010

Mit Arbeiten von Friedemann Hahn, Omer Fast, Romeo Grünfelder, Emanuel Mathias, Jana Müller, Georg Parthen, Martina Sauter, John Sealey, Jason Silva, John Stezaker, Clemens von Wedemeyer und Ming Wong.

Die über hundertjährige Geschichte des Kinos hat nicht nur innerhalb des Mediums bahnbrechende Entwicklungen durchlaufen - von der handbetriebenen Kurbelkamera bis hin zur digitalen Animation und zur 3D-Projektion - sondern hat im Laufe dieser Zeit auch unsere Wahrnehmung und dadurch uns selbst grundlegend verändert.
Wir erfahren die Welt jenseits unseres eigenen Horizonts über Gespräche und mediale Vermittlung, durch Berichte, Erzählungen und Geschichten, und malen uns diese häufig nach unserer eigenen Vorstellung aus. Mit der Fotografie und dem bewegten Abbild des Films nehmen wir diese jedoch auch als Realität wahr, und machen auf diese Weise Erfahrungen, die sich von tatsächlich Erlebtem kaum unterscheiden. Wir haben eine genaue Vorstellung von New York, San Francisco oder Peking, lange bevor wir diese Orten selbst bereisen; wir wissen um Fantasy-welten und Liebesschmerz, um Geheimagenten, Sissi und Kriminalgeschichten.
Wir haben eine Erinnerung an Geschehnisse, die über ein Medium vermittelt wurden und die sich nun mit den Erinnerungen unserer eigenen Erfahrungen mischen. ‚KINO und der kinematografische Blick‘ dokumentiert dieses Phänomen einer verschwommenen Realität in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien.
Quasi als Grundlage für die gesamte Ausstellung erklärt Jason Silva in seinem Kurzfilm The Immersive Power of Cinema, in einem sehr unterhaltsamen, philosophischen Bogen, weshalb Kino ein solch faszinierendes und einflussreiches Medium ist. Jana Müller (Fotografie und Installation) und Friedemann Hahn (Malerei) interpretieren in ihren Werken ikonische Kinoszenen aufs Neue, während Emanuel Mathias (Video), Martina Sauter (Fotografie), John Stezaker (Collage), John Sealey (Video) und Ming Wong (Video und Installation) das Nachleben der kinematografischen Erfahrung und ihr Nachwirken in der zeitgenössischen Kultur untersuchen. Georg Parthen (Fotografie) porträtiert Multiplex-Kinopaläste als Orte visuellen Erlebens, und Omer Fast (Film), Romeo Grünfelder (Film) und Clemens von Wedemeyer (Film) machen sichtbar, wie unsere Erwartung an eine Erzählung von unseren kinematografischen Erfahrung bestimmt wird.

Jens Schubert: BLACKMAGICKPARTY

Jens Schubert: Himmelsjoch, 2012 (Linolschnitt)

Ein Blick ins Atelier

Jens Schuberts Linolschnitt-Unikate sind Sammelsurien von Motiven unterschiedlichster Herkunft. Es finden sich geometrische Formen und Muster, stilisierte Augen von Pfauenfedern, bemalte Ostereier, Wolkenbilder, Masken, organische Ranken, ein Labyrinth, die Krone und die Fackel der New Yorker Freiheitsstatue – vieles erkennt man, aber vieles entzieht sich auch jeder Zuordnung. Es geht um die Darstellung, die Kombination und die Akkumulation von Abbildern – und immer auch um Bildwissen und Assoziation.

Schubert schichtet Bilder und Formen übereinander, in zahllosen Druckvorgängen fügt er Neues hinzu und überdruckt das Gewesene. Dabei entfernt er sich ganz vom effektvollen Handwerk traditioneller Holz- und Linolschneider, die ein ökonomisches Nebeneinanderdrucken der Farben oder die Perfektion der Zeichnung zum Ziel haben. Er collagiert mit den Druckplatten und legt die Farben wie in einem Palimpsest übereinander. Auf diese Weise entsteht ein neues ‚Bild‘, dessen Produktionsprozess durch das Verfahren und die Materialität der Druckfarbe erfahr- und sichtbar bleibt.

Jens Schubert (*1983 in Schwarzenberg, Erzgebirge) machte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte dann Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2011 erhielt er den Marion Ermer Preis. Schubert lebt und arbeitet in Leipzig.

  • ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG:
  •    22. März 2013, 19.00 Uhr

  • ÖFFNUNGSZEITEN:
    23. März - 02. Juni 2013
    Di, Mi, Fr, Sa, So: 11-17 Uhr, Do: 13-19 Uhr
  • EINTRITT:
    Erwachsene:3 €, Ermäßigt: 2 €

  • ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN:
  • jeden Dienstag um 15.00 Uhr (mit Andrea Himmelsbach)

    Donnerstag, 04. April um 17.30 Uhr (mit Dr. Axel Lapp)
    Donnerstag, 16. Mai  um 17.30 Uhr (mit Dr. Axel Lapp)

    Sonntag, 24. März  um 15.00 Uhr (mit Dr. Axel Lapp)
    Sonntag, 14. April   um 11.00 Uhr (mit Andrea Himmelsbach)
    Sonntag, 05. Mai    um 15.00 Uhr (mit Dr. Axel Lapp)
    Sonntag, 12. Mai    um 11.00 Uhr (mit Dr. Axel Lapp)