MEWO Kunsthalle

Bahnhofstraße 1
87700 Memmingen

www.mewo-kunsthalle.de

Tel. 08331/850-771
Fax. 08331/850-772
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memmingen.de

Öffnungszeiten

Montag (außer Feiertage): geschlossen
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr
Donnerstag: 13-19 Uhr

Eintrittspreise:

  • 3,00 Euro
    (ermäßigt 2,00 Euro)
Plakat

Seiteninhalt:

Giuseppe Verdi: La Traviata

Borys Przemyslaw als Alfredo
Elena Kononenko als Tosca

Oper in drei Akten
gesungen, gelesen und erzählt

„Amor, amor è palpito dell’universo, dell’universo intero, misterioso, misterioso altero, croce, croce e delizia, croce e delizia, delizia al cor!“ – „Liebe, ach Liebe, gewaltige Zaubermacht!“ Wer war nicht einmal im Leben von ihr überwältigt? Jeder fühlende Mensch! Aber nur einer, der italienische Opernkomponist Giuseppe Verdi, konnte diesem überwältigenden Gefühl in einer der berühmtesten Arien der Opernliteratur so unvergleichlichen Ausdruck verleihen. Violetta Valery ist sie in den Mund gelegt und Alfredo, ihr Geliebter, nimmt die weltberühmte Weise auf seine Art von ihr auf. Sie weiß sich geliebt von ihm und er von ihr.

Aber das Schicksal ist grausam. Standesvorurteile und schließlich der Tod stellen sich zwischen die beiden Liebenden. Die Oper Verdis, die 1853 im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt wurde, hat sich mit ihrer klaren und überschaubaren Handlung nach anfänglichem Misserfolg zur einer der beliebtesten und erfolgreichsten Opern aller Zeiten entwickelt. Das liegt nicht zuletzt am melodramatischen Ausgang der Geschichte. In der Tat ist das Finale von „La Traviata“, ist das Ende der Kameliendame nach dem Roman von Alexandre Dumas dem Jüngeren von herzergreifender Tragik und zu Tränen rührend. Eine Frau von zweifelhaftem Ruf, aber von edlen Gefühlen getrieben und von wahrer Liebe erfüllt, stirbt in den Armen ihres Geliebten einen Bühnentod, wie er in vergleichbarer Intensität nur noch in Puccinis Oper „La Bohème“ dargestellt wurde.

Eine ideale Interpretin der Rolle der „Traviata“ (= „Die vom rechten Weg Abgeirrte“) ist die russische Koloratursopranistin Elena Kononenko, die wir schon als Mimi und in diversen Verdirollen als Tosca und Leonore im vergangenen Winter zu Gast hatten. Sie hat sich mit ihrem Mann, dem brasilianischen Bariton Fernando Araujo ins Herz des Publikums gesungen und beide wurden lautstark bejubelt. Fernando Araujo wird, wie es sich für Baritöne gehört, die große Rolle des Vaters von Alfred Germont übernehmen. Er lässt dem Tenor den Vortritt als Liebhaber. Einen solchen haben die beiden diesmal aus dem Mozarteum in Salzburg mitgebracht, den jungen polnischen Sänger Borys Przemyslaw, der schon einige Preise in internationalen Gesangswettbewerben errungen hat. Zu seinen bevorzugten Solopartien gehört der Alfredo aus der „Traviata“. Er wird ein gleichwertiger Partner in der äußerst konzentrierten Personenkonstellation der Oper sein.

Zusammen mit dem vorzüglichen musikalischen Leiter, dem rumänischen Pianisten Adrian Suciu, verspricht der Abend mit diesem exquisiten Solisten-Trio ein Premium-Ereignis zu werden, dem die Nacherzählung der Geschichte durch Joseph Kiermeier-Debre, der sich damit zum letzten Male als Leiter der MEWO Kunsthalle präsentiert, sicherlich noch ein kleines Glanzlicht aufzusetzen vermag. Er würde sich freuen, wenn er Sie noch einmal begrüßen dürfte.

  • Samstag, 15. und 29. Oktober jeweils um 19.30 Uhr
    MEWO Kunsthalle Memmingen, Bahnhofstraße 1
  • Eintritt 15.00 Euro auf allen Plätzen
    Kartenvorverkauf: MEWO Kunsthalle zu den Öffnungszeiten Di-So und Feiertage 11-17 Uhr
  • 08331/850-771
    mewo.kunsthalle(at)memmingen.de