MEWO Kunsthalle

Bahnhofstraße 1
87700 Memmingen

www.mewo-kunsthalle.de

Tel. 08331/850-771
Fax. 08331/850-772
mewo.kunsthalle@
memmingen.de

Öffnungszeiten

Montag (außer Feiertage): geschlossen
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr
Donnerstag: 13-19 Uhr

Eintrittspreise:

  • 3,00 Euro
    (ermäßigt 2,00 Euro)

Seiteninhalt:

Sammlungsbestand: Graphik des 18.- bis 20. Jahrhunderts

Neben den Depotbeständen zu Josef Madlener und Max Unold als Vertreter der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts existieren Sammlungen zu Johann Gottlieb Prestel (1739-1808), seiner nicht minder bedeutenden Ehefrau Maria Katharina Prestel (1747-1794) und zu Wolfgang Niesner (1925-1994), dessen Aquatinta- und Mezzotintotechnik besonders besticht.

 

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Johann Gottlieb und Maria Katharina Prestel

Johann Gottlieb Prestel
Portrait von Johann Gottlieb Prestel

Die Sammlung Prestel ging im Jahr 2003 aus der Hand des Sammlerehepaares Dr. Walter Prestel und Hildegard Prestel an die Vereinigten Stipendienstiftungen Memmingen.

Die bedeutende Zustiftung beinhaltet eine Sammlung graphischer Blätter (Kupferstiche, Radierungen, Zeichnungen) mit insgesamt mehr als 150 Werken der Künstlerfamilie des Johann Gottlieb Prestel (1739-1808) und dessen Frau Maria Katharina Prestel (1747-1794). Zur Eröffnung der Kunsthalle wurde die Sammlung durch weitere Leihgaben des Stifterehepaares ergänzt.

Johann Gottlieb Prestel, 1739 in Bad Grönenbach bei Memmingen geboren, ist nach seinen Lehrjahren bei der künstlerischen Ausgestaltung der Benediktiner-Abtei Ottobeuren über Augsburg nach Nürnberg gewandert und schließlich in Frankfurt zu großer Berühmtheit als Kopist und Kupferstecher gelangt.

Maria Katharina Prestel
Portrait von Maria Katharina Prestel

Mit der von französischen Vorbildern übernommenen und von ihm noch verbesserten Aquatintamanier, der Vervielfältigung von Zeichnungen und Gemälden auf höchstem Niveau hat Johann Gottlieb Prestel der deutschen Kupferstecherei neue Bahnen gewiesen. Schon die Zeitgenossen hoben den besonderen künstlerischen Rang der Prestel'schen Reproduktionen hervor. Mit der von ihm entwickelten Drucktechnik verstand er es, die begehrten Handzeichnungen alter Meister so täuschend ähnlich auf die Kupferplatte zu bringen, dass seine Vervielfältigungen bis heute begehrte Objekte sind.
Reproduktionen in einer Auflage von nur 160 Exemplaren entstanden nach Zeichnungen mit großem Namen: Raphael von Urbino, Giulio Romano, Michelangelo, Corregio, Tizian, Annibale Carracci und Guido Reni. Auch Reproduktionen von Dürer und Altdorfer sind Teil des Bestandes.

Am 4. Oktober 2008 eröffnet die MEWO Kunsthalle zum 200. Todestag von Johann Gottlieb Prestel eine Sonderausstellung.

 

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Wolfgang Niesner

Selbstportrait Wolfgang Niesner
Selbstportrait Wolfgang Niesner

Der aus Freudenthal im Sudetenland stammende Graphiker Wolfgang Niesner, geboren 1925 und von 1950 bis zu seinem Tode 1994 in München ansässig, schuf eindrucksvolle Arbeiten im Bereich der Handzeichnung, aber vor allem auf dem Gebiet der gedruckten Kunst: Holzschnitt, Ätzradierung, Kaltnadel, voran Kupferstich und Mezzotinto.

Je nach Arbeitstechnik zeigte Wolfgang Niesner seine Stärken in der zeichnerischer Prägnanz oder in der flächigen Impression. Ohne Ausweichen ins abstrakt Vage und beliebig Unverbindliche fand er eine eigene Bildsprache zwischen spürbarer Wirklichkeitsnähe und surreal bestimmter Vision.

Die Werke Wolfgang Niesners befinden sich seit dem Jahr 2005 als Leihgabe seiner Witwe Friederike Niesner im Bestand der MEWO Kunsthalle. Eine Sonderausstellung aus diesem Bestand ist für 2009 geplant.