MEWO Kunsthalle

Bahnhofstraße 1
87700 Memmingen

www.mewo-kunsthalle.de

Tel. 08331/850-771
Fax. 08331/850-772
mewo.kunsthalle@
memmingen.de

Öffnungszeiten

Montag (außer Feiertage): geschlossen
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr
Donnerstag: 13-19 Uhr

Eintrittspreise:

  • 3,00 Euro
    (ermäßigt 2,00 Euro)
Jodef Madlener: Ein Weihnachtsbaum kommt...
Austellungsplakat

Seiteninhalt:

Josef Madlener: Ein Weihnachtsbaum kommt

Weihnachtsausstellung in der MEWO Kunsthalle

"Der König ist tot, es lebe der König!" Das gilt auch für Josef Madlener (1881-1967) und galt ebenso für die Ausstellung seines künstlerischen Werks in der MEWO Kunsthalle Memmingen 2006. Die äußerst erfolgreiche Schau seiner Werke ging zwar zum November des Jahres zu Ende, aber für die darauffolgende Adventszeit zeigte die Kunsthalle als Epilog einen ganz speziellen Aspekt seiner Werkes, nun zu voller Größe geweitet: Madleners Weihnachtsbilder, jene Bilder, die ihn populär gemacht haben und die bis heute sehr erfolgreich sind. Alles Weihnachtliche aus seiner Hand, was die Stadt besitzt, war rund fünf Wochen lang zu sehen und die Zyklen "Ein Weihnachtsbaum kommt", "Verehrung des Christkinds", "Christus, der Retter ist da" und "Das goldene Buch" erschienen rechtzeitig zur Eröffnung der Sonderausstellung auch als ein dem großen Madlenerbuch korrespondierenden Weihnachtsbilderbuch im Brack Verlag. (siehe unter Publikationen)

Nicht genug damit. Vier zauberhafte Ausschneidebögen mit einer gut 40-figurigen Weihnachtskrippe aus der Hand des Weihnachtszauberers wurden ebenfalls zu einem großen Druckbogen vereinigt und sind seit Weihnachten 2006 im Angebot der MEWO Kunsthalle. Die ganze Familie kann sich da beim Ausschneiden bewähren. Um die Kinder wie die Erwachsenen staunen zu machen, wurde diese Krippe aber auch in ziemlicher Lebensgröße im Lichthof der Kunsthalle in einer richtigen Inszenierung aufgestellt. Diese Krippe durchschreitend, fand der Besucher der Sonderausstellung in der langen Erdgeschosshalle merkwürdige Geschenkpakete in einem noch merkwürdigerem Weihnachtszimmer. Sie wurden von der Bühnenbildnerin Rebecca Engelmann geschnürt und unter Tannenbäumchen gelegt, die dem Titel der Ausstellung alle Ehre gemacht haben dürfte: "Ein Weihnachtsbaum kommt". Eine Geschichte fast identischen Titels, "Ein Christbaum kommt", enthält auch das Josef Madlener Weihnachtsbuch: Sie stammt aus dem Nachlass seiner Tochter Julie und darf als indirekte Umsetzung der Bilder des Vaters ins Medium der Erzählung gelten. Sie wurde erstmals gedruckt und ist von der Unmittelbarkeit mündlichen Erzählens geprägt.

Wenn der Besucher seine Neugier an den merkwürdigen Geschenkpaketen gestillt hatte, konnte er sich, bevor er in der ersten Etage gänzlich in Madleners Weihnachtsträumen verloren ging, anhand eines kleinen Rätselzettels Auskunft darüber geben, welches Paket aus dem eigentümlichen Weihnachtszimmer ihm in welchem Bild des Malers erneut begegnet ist. Die Weihnachtsausstellung war damit aber noch nicht zu Ende, im zweiten Stock, in der Graphikabteilung, wurden nostalgische Weihnachts- und Neujahrskarten in Hülle und Fülle gezeigt, also viele Erinnerungen an Opa und Oma und an ein Weihnachten, als diese auch noch jung waren.

Am Heiligen Abend, an dem die Ausstellung ebenfalls geöffnet hatte, wurde zur Einstimmung auf das Christkind, im Wechsel mit Weihnachtsgeschichten und weihnachtlicher Musik aufgewartet.

Josef Madlener: Zyklus "Ein Weihnachtsbaum kommt"
Gemälde von Madlener
Josef Madlener: Zyklus "Ein Weihnachtsbaum kommt"
Gemälde von Madlener