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Stadt Memmingen:Pflegestützpunkt

Pflegestützpunkt Memmingen

Der Pflegestützpunkt Memmingen ist eine trägerneutrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Memmingen und bietet Beratung und Information rund um das Thema Pflege. Er ergänzt die bewährte Pflegeberatungsstruktur von Kassen und Trägern.

Tätigkeitsschwerpunkte des Pflegestützpunkts sind u. A.:

  • Hilfestellung bei der Beantragung von Pflegeleistungen
  • Vorbereitung auf Pflegebegutachtungen
  • Beratungen zum Thema Pflegeleistungen
  • Individuelle Beratung zur persönlichen Pflegesituation
  • Information und Beratung zu Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • Vernetzung und Koordination von regionalen Hilfs- und Unterstützungsangeboten
  • Hilfestellung bei der Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten

Ziele des Pflegestützpunktes

  • Unkomplizierte, kostenfreie und niedrigschwellige Beratung
  • Trägerneutrale Information und Beratung „aus einer Hand“
  • Orientierung bieten als langfristige Anlaufstelle für die Memminger Bürgerinnen und Bürger 

Träger des Pflegestützpunktes sind die Stadt Memmingen, der Bezirk Schwaben und die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen.

Veranstaltungen

Demenzinare im Frühling: Webinar-Reihe zum Thema Demenz (Mai 2026)

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Schwaben veranstaltet wieder Online-Seminare mit verschiedenen Vorträgen zum Schwerpunktthema Demenz.
Die Demenzinare im Frühling richten sich an alle am Thema Demenz Interessierten:

 

Demenzinar #1/2026  am 08.05.2026: „Räume, die Halt geben - Wohnen zu Hause mit Demenz"

Demenzinar #2/2026 am 13.05.2026: „Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Menschen mit Demenz und ihre Alternativen“

Demenzinar #3/2026 am 20.05.2026: „Demenzverfügung - Selbstbestimmung auch bei langjähriger Einwilligungsunfähigkeit"

(Zeitrahmen jeweils von 09:30 - 11:00 Uhr)

 

Die Webinare sind kostenfrei. Anmeldung bitte per Email an info(at)demenz-pflege-schwaben.de.
Den Zugangslink erhalten Sie nach Anmeldung einige Tage vor der Veranstaltung.

Vortragsreihe "Wissen für die Praxis 2026" der Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Die kostenfreie Vortragsreihe vermittelt Wissen aus der Praxis für die Praxis für Menschen mit Demenz, Angehörige, Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierte. Kompetente Referentinnen und Referenten greifen wichtige Themen rund um Demenz auf, geben Informationen und beantworten Fragen.

Die Vortragsreihe ist eine Hybridveranstaltung, d.h. es ist eine virtuelle Teilnahme oder eine Teilnahme in Präsenz möglich.

Teilnahme: Bei einer Teilnahme in Präsenz wird um Anmeldung gebeten, die Adresse finden Sie weiter unten. Bitte beachten Sie die Informationen auf der Homepage. Dort ist auch i.d.R. eine Woche vor der Veranstaltung der Link für den Online-Zugang zu finden, wenn Sie virtuell teilnehmen möchten.

 

Kontakt:

Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Josephsburgstr. 92

81673 München

Tel.: 089 / 475185

E-Mail: info@agm-online.de 

Homepage: Startseite - Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Online-Vortragsreihe des vdk - 2026

Expertinnen und Experten referieren in den Web-Vorträgen zu verschiedenen Themen wie Pflege, Rente und Schwerbehinderung.  Die Teilnahme ist kostenfrei und findet online statt. Die Vortragszeit ist jeweils Mittwochnachmittag von 15.00 bis 16.30 Uhr. Zur Teilnahme benötigen Sie einen Internetzugang sowie ein damit verbundenes Gerät wie Tablet, Smartphone, Laptop etc.

Anmeldungen für die einzelnen Termine unter Sozialverband VdK Bayern | Seminare.

Webinare: Science Watch LIVE – digiDEM Bayern (digidem-bayern.de) 

Kostenfreie Webinare rund um das Thema Demenz: Vermittlung wissenschaftlich geprüfter Informationen sowie Einbindung namhafter Experten und Expertinnen.

Angehörigenseminare | Desideria 

In einem geschützten Raum tauschen sich Angehörige, moderiert von einer fachlichen Leitung, über ihre täglichen Herausforderungen mit anderen Betroffenen aus. Sie lernen viel Nützliches im Umgang mit dem an Demenz erkrankten Familienmitglied. Fallbeispiele der Teilnehmenden und konkrete Fragen aus dem Alltag bekommen dabei genügend Raum.

 

Häufig gestellte Fragen

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Memmingen können sich an den Pflegestützpunkt wenden – unabhängig vom Alter oder einem bestehenden Pflegegrad. Die Beratung steht sowohl gesetzlich als auch privat Versicherten offen und ist jederzeit kostenfrei.

Die Beratung richtet sich individuell nach den Bedürfnissen und Wünschen der jeweiligen Person. Sie kann telefonisch, vor Ort in unseren barrierefreien Räumen oder – nach Absprache – auch bei einem Hausbesuch stattfinden. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir eine Terminvereinbarung. Die Beratung kann einmalig oder über einen längeren Zeitraum erfolgen – je nach persönlichem Bedarf. Auf Wunsch ist auch eine anonyme Beratung möglich.

Ein Pflegegrad kann bei der Pflegekasse beantragt werden – diese ist in der Regel der jeweiligen Krankenkasse angegliedert. Der Antrag kann formlos telefonisch, per E-Mail, Brief oder Fax erfolgen. Auch Angehörige können dies übernehmen, sofern sie dazu bevollmächtigt sind. Die Pflegekasse schickt anschließend in der Regel ein Formular zur Antragstellung zu. Viele Kassen bieten mittlerweile auch digitale Antragsmöglichkeiten auf deren Website an. Nach Eingang des Antrags erfolgt eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Im Gutachten wird ggf. ein Pflegegrad (1–5) festgelegt, welcher die Grundlage für die entsprechenden Leistungen bildet.

Eine Gutachterin oder ein Gutachter des Medizinischen Dienstes verschafft sich - in der Regel bei einem Hausbesuch - einen umfassenden Eindruck von der individuellen Lebenssituation. Dabei wird beurteilt, ob und in welchem Ausmaß eine Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und der Fähigkeiten vorliegt. Grundlage dafür sind sechs festgelegte Lebensbereiche, die unterschiedlich gewichtet werden. Anhand dieser sechs Module werden die Voraussetzungen für eine Pflegebedürftigkeit geprüft.  Die Begutachtung erfolgt in der Regel innerhalb von fünf Wochen nach Antragstellung.

Modul 1: Mobilität
Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
Modul 4: Selbstversorgung
Modul 5: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Achtung: Nicht in die Bewertung einbezogen werden hauswirtschaftliche Tätigkeiten sowie außerhäusliche Aktivitäten – also zum Beispiel die Wohnungsreinigung oder Einkäufe.

Ein Beratungsgespräch mit dem Pflegestützpunkt kann helfen, Unsicherheiten vor dem Termin auszuräumen. Grundsätzlich gilt: Schildern Sie die Pflegesituation ehrlich und ungeschönt. Halten Sie wichtige Unterlagen bereit und lassen Sie sich idealerweise von einer Vertrauensperson begleiten. Es kann hilfreich sein, sich bereits im Vorfeld Notizen zu machen oder ein sogenanntes Pflegetagebuch zu führen – so lässt sich der tatsächliche Pflegeaufwand besser darstellen.

Hinweis: Die offiziellen Begutachtungs-Richtlinien des Medizinischen Diensts (MD) sind öffentlich einsehbar. Mehr Infos hierzu unter Richtlinien, Formulare und Hotlines | Medizinischer Dienst Bayern.

Die Pflegekasse beteiligt sich – abhängig vom Pflegegrad und der Betreuungsform, ob zu Hause oder in einer stationären Einrichtung – mit unterschiedlichen Leistungen an den entstehenden Pflegekosten. Ausführliche Informationen finden Sie im Merkblatt „Leistungen der Pflegeversicherung“ im Downloadbereich.

Für alle Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz in Bayern gibt es die Möglichkeit, beim Bayerischen Landesamt für Pflege das Landespflegegeld zu beantragen.

Es soll pflegebedürftigen Menschen und ihren pflegenden Angehörigen helfen, die mit der Pflege verbundenen Mehrkosten zu decken oder die Pflege zu erleichtern. Die Auszahlung beträgt 500€ pro Pflegejahr und wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet sowie nicht versteuert. 

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege (Pflegegrade 1-5) haben Anspruch auf einen Entlastungsleistungen nach §45b SGB XI in Höhe von bis zu 131 Euro monatlich. Er ist für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung der pflegenden Angehörigen vorgesehen und ist zweckgebunden. Zu den möglichen Hilfen zählen:

  1. Leistungen aus der Tagespflege
  2. Leistungen aus der Kurzzeitpflege
  3. Leistungen der ambulanten Pflegedienste im Sinne des §36 SGB XI, in den Pflegegraden 2-5 jedoch keine Grund- und Körperpflege
  4. Leistungen zur Unterstützung im Alltag (nur mit landesrechtlicher Anerkennung nach §45a SGB XI), z. B. Alltagsbegleitung, haushaltsnahe Dienstleistungen, Demenzbegleitung, Unterstützung beim Einkaufen, etc.

Der Betrag ist sammelbar bis zum 30.06. des Folgejahres.

Neben den Leistungen der Pflegeversicherung fällt auch ein Eigenanteil für die ambulante oder stationäre Pflege an. Ist das Einkommen oder das Vermögen zu gering, um die Kosten selbst zu tragen, gibt es die Möglichkeit, Leistungen auf "Hilfe zur Pflege" beim Bezirk Schwaben zu beantragen. Einmal im Monat finden Außensprechtage des Bezirks in den Räumlichkeiten der Stadt Memmingen statt. Der Flyer zu den Außensprechtagen sowie die Broschüre zur "Hilfe zur Pflege" sind unter „Downloads“ abrufbar. Ob und in welcher Höhe ein Leistungsanspruch besteht, wird vom Bezirk individuell geprüft und hängt von den persönlichen Umständen ab und kann im Vorhinein nicht beurteilt werden.

Weiterführende InfosBeratungsstelle der Sozialverwaltung | Bezirk Schwaben

Ausnahme: Menschen mit Pflegegrad 1 im ambulanten Bereich, sowie Menschen ohne Pflegegrad wenden sich an das Sozialamt der Stadt Memmingen: Stadt Memmingen: Pflegebedürftigkeit (finanzielle Leistungen)

Kontakt

Pflegestützpunkt Memmingen
Gina Denk
Ulmer Straße 2, Zimmer 101
87700 Memmingen

Tel.: 08331/850 2980
Fax: 08331/850 2999

pflegestuetzpunkt
@memmingen.de
 

Barrierefreier Zugang vorhanden
 

Sprechzeiten

Montag, Mittwoch, Donnerstag
8:00 - 10:00 Uhr
Donnerstag
15:00 -17:00 Uhr

Termine außerhalb der Sprechzeiten nach Vereinbarung.

Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um vorherige Terminvereinbarung gebeten.

Die Beratung des Pflegestützpunktes erfolgt persönlich in den Räumlichkeiten der Stadt Memmingen, telefonisch oder auf Wunsch auch bei Ihnen zu Hause. 

Hinweis:

Keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Sie ersetzen keine individuelle Pflegeberatung.