Seitenkontext: Forum für Schwäb. Regionalgeschichte e.V.

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Memminger Forum für Schwäbische Regionalgeschichte e.V.

Was ist das Forum?

Titelbild Band 1: Die Revolution von 1918/19 in der Provinz

Das Forum wurde 1986 vom Kulturamt der Stadt Memmingen ins Leben gerufen und ist derzeit unter dem Vorsitz des emeritierten Professors für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, Prof. Dr. Rolf Kießling. Die Geschäftsführung des Vereins liegt beim städtischen Kulturamt Memmingen, Geschäftsführer ist Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer. Seit 1986 wurden bislang zehn wissenschaftliche Tagungen veranstaltet und jeweils zugehörige Tagungsbände mit der Drucklegung der Vorträge publiziert. Das Forum wird von Anbeginn an von der Stadt Memmingen finanziell getragen und vom städtischen Kulturamt organisatorisch unterstützt.

Die Stadt Memmingen leistet damit einen kontinuierlichen Beitrag zur historischen Forschung. Getragen wird die Arbeit im Forum von dem Elan der beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, denen damit auch der besondere Verdienst eines jetzt schon 21-jährigen erfolgreichen Wirkens zukommt.

Die Beschäftigung mit der Landes- und Regionalgeschichte ermöglicht den Blick auf historisch gewachsene Räume, die ganz andere Zusammenhänge durchlaufen haben, als sie durch die heutigen Staats- und Verwaltungsgrenzen vorgegeben sind. Dies eröffnet zudem die wissenschaftlich so fruchtbare Vergleichsperspektive, der sich das Forum im Besonderen verpflichtet fühlt. Ebenso verpflichtet fühlt sich das Forum der Präsentation bisher unerschlossenen Materials, damit werden gezielt auch junge Historiker mit neuen Forschungsarbeiten in die Tagungen miteinbezogen.

Jeder Interessierte kann Mitglied im Forum werden. Mit einem Beitrag von 15.- € ist man und frau dabei, Einladungen und die Tagungsbände inklusive.

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Was will das Forum?

Titelbild Band 2: Die Welfen

Die Beschäftigung mit Landes- und Regionalgeschichte ermöglicht den Blick auf historisch gewachsene Räume, die ganz andere Zusammenhänge durchlaufen haben, als sie durch die heutigen Staats- und Verwaltungsgrenzen vorgegeben sind. Wer sich deshalb mit der Geschichte des bayerischen Schwaben und seiner Verflechtungen befasst, wird seinen Blick ganz selbstverständlich auch auf Altbayern, Württemberg, Baden, das Elsass, die Schweiz, Vorarlberg und Tirol richten.

Die Auseinandersetzung mit regionalen Themen bleibt aber nicht bei der Betrachtung eines begrenzten Raums stehen, der geographisch und historisch eine Einheit bildet. Zur Methodik der Geschichtswissenschaft gehört auch der Vergleich mit ferner liegenden Regionen, der notwendigerweise auf europäische Zusammenhänge verweist, man denke als Beispiel nur an die einstigen Handelsverbindungen Memmingens nach Italien und Spanien.

Regional- und Landesgeschichte vermeidet zudem die Verengung auf eine rein verfassungs- und verwaltungsgeschichtliche Betrachtung: Sie bezieht alle Disziplinen von der Archäologie über die Rechts-, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte bis zur Religions-, Kunst- und Kulturgeschichte ein und bemüht sich um die Einbindung ihres Gegenstandes in die allgemeinhistorischen Zusammenhänge.

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Wer trägt das Forum?

Titelbild Band 3: Konfessionalisierung und Region

Als Referenten nehmen an den Tagungen neben bekannten Wissenschaftlern und Archivaren aus dem In- und Ausland auch junge Historiker teil, die an neuen Forschungsprojekten arbeiten. Besonderer Wert wird auf die Präsentation und Interpretation bisher unerschlossenen Materials gelegt.

Mitglied des Forums kann jeder Interessierte werden; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Der Beitrag beträgt jährlich 20 €. Die Mitglieder werden zu den jährlichen Mitgliederversammlungen und Forumstagungen eingeladen und erhalten kostenlos die jeweils neuesten Tagungsbände.

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Bisherige Veröffentlichungen des Forums

Titelbild Band 4: Kommunikation und Region

In der Reihe REGIO,
Forschungen zur schwäbischen Regionalgeschichte
(regio Verlag Glock und Lutz, Sigmaringendorf)

  • Band 1: Früh- und hochmittelalterlicher Adel in Sachwaben und Bayern, hg. von Immo Eberl, Wolfgang Hartung und Joachim Jahn, 1988
  • Band 2: Oberdeutsche Städte im Vergleich. Mittelalter und Frühe Neuzeit, hg. von Joachim Jahn, Wolfgang Hartung und Immo Eberl, 1989

In der Reihe REGIO HISTORICA. Forschungen zur süddeutschen Regionalgeschichte (regio Verlag Glock und Lutz, Sigmaringendorf)

  • Band 1: Gewerbe und Handel vor der Industrialisierung. Regionale und überregionale Verflechtungen im 17. und 18. Jahrhundert, hg. von Joachim Jahn und Wolfgang Hartung, 1991
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Titelbild Band 5: Kriegsende und Neubeginn

In der Reihe FORUM SUEVICUM,
Beiträge zur Geschichte Ostschwabens und der benachbarten Regionen, hg. von Rolf Kießling (Universitätsverlag Konstanz)

  • Band 1: Die Revolution von 1918/19 in der Provinz, hg. von Reinhard Baumann und Paul Hoser, 1996
  • Band 2: Die Welfen, hg. von Karl-Ludwig Ay und Lorenz Maier, 1998
  • Band 3: Konfessionalisierung und Region, hg. von Peer Frieß und Rolf Kießling, 1999
  • Band 4: Kommunikation und Region, hg. von Carl Hoffmann und Rolf Kießling, 2001
  • Band 5: Kriegsende und Neubeginn. Die Besatzungszeit im schwäbisch-alemannischen Raum, hg. v. Paul Hoser und Reinhard Baumann, 2003
  • Band 6: Das Reich in der Region während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, hg. von Rolf Kießling und Sabine Ullmann, 2005
  • Band 7: Die Integration in den modernen Staat. Ostschwaben, Oberschwaben und Vorarlberg im 19. Jahrhundert, hg. von Carl A. Hoffmann und Rolf Kießling, 2007
  • Band 8: Erinnerungsorte in Oberschwaben. Regionale Identität im kulturellen Gedächtnis, hg. von Rolf Kießling und Dietmar Schiersner, 2009 
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Ansprechpartner

1. Vorsitzender:
Prof. Dr. Rolf Kießling, Augsburg
Stellvertreter:
Dr. Reinhard Baumann, München
Dr. Wolfgang Scheffknecht, Lustenau
Schatzmeister:
Dipl.-Kfm. Jochen Gernhard, Memmingen

Geschäftsführer:
Dr. Hans-Wolfgang Bayer
Geschäftsstelle:
Städt. Kulturamt
Ulmer Straße 19
87700 Memmingen
Tel. 08331 / 850131

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12. Tagung 2009 "Umweltgeschichte in der Region"

"Schohrenwald" der Memminger Unterhospitalstiftung bei Brunnen, Ausschnitt aus einem Plan von Wilhelm Laminit, 1788 (Stadtarchiv Memmingen)

Vom 13.11. bis 15.11.2009 veranstaltete das „Memminger Forum", nun schon zum 12. Mal, die im zweijährigen Turnus stattfindende Fachtagung zu Fragen der schwäbischen Regionalgeschichte. Unter Leitung von Prof. em. Dr. Rolf Kießling, dem Vorsitzenden des seit 1986 bestehenden Forscherkreises, wurden in der Rathaushalle Memmingen an drei Tagen 15 Vorträge zum Thema „Umweltgeschichte in der Region" angeboten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die sich wandelnden Beziehungen zwischen menschlicher Gemeinschaft und naturaler Umwelt. Zu fragen war nach den Veränderungen der Wirtschafts- und Lebensweisen, nach den gesellschaftlichen Regelungen des Naturumgangs sowie deren Folgen für Umwelt und Gesellschaft. Extreme Witterungsereignisse oder der säkulare Klimawandel gerieten dabei genauso in den Fokus wie der Umgang mit natürlichen Ressourcen und das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Nach einer Einführung durch Rolf Kießling (Augsburg) referierten:

Gisela Drossbach (München), Hans-Jörg Künast (Augsburg/Erlangen), Peter Winkler (Weilheim), Heidi Escher-Vetter (München), Stefan Sonderegger (St. Gallen), Christian Jörg (Trier), Frank Konersmann (Bielefeld), Paul Hoser (München), Gerhard Immler (München), Klaus Brandstätter (Innsbruck), Christine Werkstetter (Augsburg), Barbara Raikay (Augsburg), Gerhard Hetzer (Augsburg/München).

Am Freitag, 13.11.2009, sprach Dr. Peer Frieß im öffentlichen Abendvortrag zum Thema „Vergessene Weisheiten oder: Warum die Heilkunst der Antoniter so lange verborgen blieb".

Die Presseinformation zum Verlauf der 12. Tagung des "Memminger Forums" finden Sie hier.

Programmablauf 2009

pdf-Datei Tagungsprogramm-2009.pdf
(395.59 kb)
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