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Stadt Memmingen
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Städtepartnerschaft Kiryat Shmona, Israel - Memmingen

Die Beziehungen zu Kiryat Shmona bestehen seit den 90er Jahren. Der intensive Kontakt in die israelische Stadt geht auf das Engagement der Deutsch Israelischen Gesellschaft zurück. Er fand seine Ursprünge in dem regelmäßigen Austausch von Jugendgruppen.
 
Kiryat Shmona zählt ca. 22.000 Einwohner und liegt im Nordbezirk Israels, am nordwestlichen Rand der Huleebene.

Die Stadt wurde 1949 als jüdisches Flüchtlingslager und spätere Entwicklungsstadt auf den Ruinen des palästinensischen Dorfes al-Chalsa gegründet, das ein Jahr vorher im israelischen Unabhängigkeitskrieg zerstört worden war. Der Name der Stadt „Siedlung der Acht“ wurde gewählt, um an Joseph Trumpeldor und sieben seiner Kameraden zu erinnern, die 1920 am nahen Tel Hai von Arabern getötet worden waren. Bekannt ist Kiryat Shmona vor allem aufgrund seiner Lage an der libanesischen Grenze, die sie häufig zum Ziel von Angriffen werden ließ.

Die Städtepartnerschaft zwischen Memmingen und Kiryat Shmona in Israel ist seit April 2009 besiegelt. Es ist die erste offizielle Partnerschaft einer bayerisch-schwäbischen Kommune mit einer israelischen Stadt. Die beiden Städte sind seit über 20 Jahren freundschaftlich verbunden. 1999 unterzeichneten der damalige Oberbürgermeister Haim Barbibay und Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger die Freundschaftsvereinbarung. Inhalt der Vereinbarung ist  unter anderem „die besonderen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse zu stärken und aktiv für die Aussöhnung zwischen den Völkern und die Verständigung unter den Menschen einzutreten, getragen von der Hoffnung, damit einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten“.

Im April  2009 unterzeichneten Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und der israelische Delegationsleiter Ariel Bar Yosef die Urkunde, die die Partnerschaft offiziell begründet. Der Urkunde zufolge sollen die seit langem bestehenden engen Verbindungen zwischen beiden Städten weiter ausgebaut und vertieft werden. Die Städte seien sich einig in dem Bestreben, den Austausch zwischen der Bürgerschaft, besonders der Jugend unserer Städte zu fördern und damit einen Beitrag zur Verständigung und Freundschaft zwischen dem deutschen und dem israelischen Volk zu leisten. Für Rolf Kleidermann, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Memmingen, war es eine „große Befriedigung“, dies mitzuerleben.

Nach all den Begegnungen in der Vergangenheit, sei die Unterzeichnung der Urkunde ein logischer Schritt, betont Yosef. Für Oberbürgermeister Dr. Holzinger ist ein erklärtes Ziel der Partnerschaft, „auch eingedenk der geschichtlichen Ereignisse mit dem verbrecherischen Holocaust die Versöhnung und Freundschaft zwischen dem deutschen und dem israelischen Volk zu stärken“. Er spricht beim Festakt von einer „historischen Stunde“ und erinnert daran, wie der Kontakt mit der befreundeten Stadt zustande kam. Das jüdische Paar Chaim und Ilse Zachar sowie der damalige DIG-Vorsitzende Dr. Manfred Worm ebneten der Freundschaft vor rund 20 Jahren den Weg. Das Stadtoberhaupt betont, daß Memmingen auf intensive Beziehungen zu Kiryat Shmona zurückblickt. So begeisterte eine Tanzgruppe aus Israel die Besucher beim Kinderfest und Fischertag. Der Alpenverein unterstütze die Stadt Memmingen, einen Erholungsaufenthalt in den Bergen für eine Gruppe Kinder und Jugendlicher aus Kiryat Shmona zu organisieren. Die Alpenvereinshütte im Kleinwalsertal bot ein Kontrastprogramm zu den Schrecken des Irakkrieges. Im Rahmen des Festaktes im Rathaus betonte Ariel Bar Yosef, er sei hoffnungsvoll, wenn er sehe, wie sich unsere Nationen nahe kommen...