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Stadt Memmingen
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Patenschaft Memmingen – Freudenthal

Am 24. Juni 1956 übernahm die Stadt Memmingen die Patenschaft über die frühere deutsche Bevölkerung von Stadt und Kreis Freudenthal. Aber schon zuvor hatte Memmingen für die Sudetendeutschen eine besondere Bedeutung.

Bereits am 20.2.1947 gründeten im Gasthof „Goldener Stern die Heimatvertriebenen Kühnel, Hampel, Tallaschek und Palige eine „Ostsudetendeutsche Landsmannschaft“. Nach weiteren Gründungsversammlungen in München erfolgte dann am 2. 2. 1948 der Zusammenschluss aller Sudetendeutschen Verbände zur SL (Sudetendeutsche Landsmannschaft). Memmingen gilt somit als Wiege der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Verbindend sind auch historische Bezüge. Im Jahre 1621 gelangte Freudenthal in den Herrschaftsbesitz des Deutschen Ordens. Der damalige Hochmeister sowie dessen Neffe, der im 30-jährigen Krieg in Freudenthal Statthalter war, stammten aus der Adelsfamilie von Westernach, die noch heute in der Gemeinde Kronburg bei Memmingen ein Familienschloss besitzt. Dies alles sprach dafür, dass der Stadtrat durch Beschlüsse vom 29. Dezember 1955 und vom 24. Juni 1956 die Stadt Freudenthal und den Heimatkreis Freudenthal in seine Obhut nahm. Als Vertrauenbeweis kann es gelten, dass ein aus Jägerndorf, einer Nachbarstadt Freudenthals, stammender Landsmann 1966 zum Oberbürgermeister der Stadt gewählt wurde.

Zum Ersten Sudetendeutschen Tag am 16. / 17. Juli 1949 kamen 25.000 Landsleute nach Memmingen. Festredner war Dr. Rudolf Lodgman von Auen. Neben vielen Heimat- und Klassentreffen in den vergangenen Jahrzehnten sind besonders die alle zwei Jahre durchgeführten Bundestreffen des Heimatkreises Freudenthal/Altvater in der Patenstadt Memmingen zu erwähnen.

Weitere im „Bund der Vertriebenen“ (BdV) zusammen geschlossene Landsmannschaften der Schlesier sowie Ostpreußen und Nordostdeutsche Gebiete sind auch in Memmingen vertreten. Die „Egerländer Gmoi z. Memminga“ ist wegen ihrer Brauchtumspflege weithin bekannt.

Sonstige Sudetendeutsche Vereinigungen in Memmingen sind:

  • Die Ackermann-Gemeinde, ein Zusammenschluss Sudetendeutscher Katholiken, welche alljährlich eine Wallfahrt nach Maria-Steinbach machen.
  • Die Seliger Gemeinde, eine Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten.
  • Der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein (MSSGV – ZV Allgäu), ein Wanderverein, welcher auch das Brauchtum der ehemaligen Heimat, wie das Hahnschlagen oder Wurstfülle-Essen, zu erhalten sucht.